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Interview: Christophe und Una, Tangotänzer
Christophe, Franzose und professioneller Komödiant aus Paris und Una, Industriedesignerin und Deutsche aus München haben sich vor vier Jahren in Paris kennengelernt. Ende Oktober 2004 sind sie zusammen nach München gekommen und entdecken gerade die Tangoszene an der Isar. Beide sind nicht nur begeisterte Tangotänzer sondern interessieren sich auch mit Lindy-Hop und andern Tänzen.
m.gif Wie habt ihr den Tango zum ersten Mal entdeckt?

Christophe: Im Jahr 2000 in Paris. Da habe ich zum ersten Mal Menschen am Ufer der Seine tanzen sehen. Das hat mich so begeistert, dass ich gleich einen Kurs angefangen habe. Leider haben wir jetzt erfahren, das es möglicherweise im kommenden Jahr keine Open-Air Tango am Seine-Ufer mehr geben wird, weil es Probleme mit den Musikrechten gibt. Den obwohl die Veranstaltungen kostenlos sind, will die französische GEMA Geld. Im Moment wird noch verhandelt.

m.gif Una, wie war deine erste Begegnung mit dem Tango?

Una: Ich habe vor vier Jahren ein Tangokonzert im Jardin de Luxenbourg erlebt, dot habe ich auch Zuschauer tanzen gesehen. Das hat mich so begeistert, also habe ich selbst angefangen, Tango zu lernen. Witzigerweise waren die ersten professionellen Tänzer, die ich gesehen habe ein Männertanzpaar.
m.gif Ihr seid nicht nur ein Tanzpaar sondern auch ein Paar, habt ihr euch beim Tangotanzen kennen gelernt?

Una: Ja, in Paris, vor vier Jahren auf einer Tangoveranstaltung. Zu dieser Zeit habe ich aber noch hauptsächlich Lindy-Hop getanzt.

m.gif Uma, welcher Lehrer hat dich am stärksten geprägt?

Una: Ich hatte bisher unterschiedliche Lehrer, aber am stärksten beeinflusst hat mich der Libanese Mazen Kiwan und Victoria Vieyra, die zusammen in Paris unterrichten.

m.gif Was ist für euch das Besondere am Tangotanzen?

Christophe: Für mich ist das Tanzen sowohl ein Austausch als auch eine Vereinigung zwischen mir und meiner Tanzpartnerin. Wenn sich zwei Menschen gemeinsam und aufeinander abgestimmt über die Tanzfläche bewegen empfinde ich das als eine ganz besondere Art des Energieaustausches.
m.gif Gibt es Schrittfolgen oder Bewegungen, die du besonders gern machst?

Christophe: Auf jeden Fall. Das ist für mich aber nicht so leicht in Worte zu fassen, weil ich mir die Namen der Schritte selten merke. Wir mögen aber beispielsweise Colgadas. Mein Tanz entwickelt sich spontan, beim Tanzen.

Una: Jeder Tango ist anders, das hängt vom jeweiligen Musikstück ab und auch davon mit dem ich tanze. Das kann man vorher nicht voraussehen.

m.gif Gibt es einen Tangolehrer, den du besonders schätzt?

Christophe: Das kommt ganz darauf an. Ich habe sehr viel von Mazen Kivan und Victoria Vieyra gelernt, die ich sehr kompetent und auch sehr sympatisch finde.

m.gif Seit wann seid ihr in München?

Uma: Wir sind gerade angekommen. Ich bin von Beruf Industriedesignerin und werde für ein halbes Jahr in München arbeiten. Christophe wird zwischen Paris und München pendeln. Er arbeitet als Komiker.

m.gif Dann werden wir euch ja sicherlich öfters in München beim Tanzen sehen…

Christophe: Auf jeden Fall. Uma sicher öfter als mich, da ich zeitweise auch wieder in Paris sein werde.

m.gif Uma und Christophe, vielen Dank für das Gespräch.

Uma und Christophe: Wir danken dir auch.

© by m.gif Fabian Kasten 27.Okt. 2004 für tangotoday.de


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